Wirtschaft Abitur Aufgaben - Arbeitsblatt für Wirtschaft (Klasse 13)
Wirtschaft Abitur Aufgaben
Aufgabe 1: (4 Punkte)
Erläutern Sie die Zielkonflikte innerhalb des Magischen Vierecks.
a) Definieren Sie das Ziel der Preisniveaustabilität.
b) Erläutern Sie einen möglichen Zielkonflikt zwischen Vollbeschäftigung und Preisniveaustabilität.
Aufgabe 2: (2 Punkte)
Beschreiben Sie die Funktionen des Preises in einer Marktwirtschaft.
Aufgabe 3: (4 Punkte)
Analysieren Sie die Auswirkungen einer Erhöhung des Mindestlohns auf den Arbeitsmarkt.
a) Skizzieren Sie die Sichtweise der Angebotsseite.
b) Skizzieren Sie die Sichtweise der Nachfrageseite.
Aufgabe 4: (1 Punkte)
Was versteht man unter dem Begriff 'Marktversagen'?
Aufgabe 5: (4 Punkte)
Unterscheiden Sie zwischen direkten und indirekten Steuern.
a) Nennen Sie zwei Beispiele für direkte Steuern.
b) Nennen Sie zwei Beispiele für indirekte Steuern.
Aufgabe 6: (2 Punkte)
Erklären Sie den Multiplikatoreffekt im Rahmen der Fiskalpolitik.
Aufgabe 7: (6 Punkte)
Diskutieren Sie die Bedeutung der Globalisierung.
a) Nennen Sie einen Vorteil.
b) Nennen Sie einen Nachteil.
c) Nennen Sie eine staatliche Gegenmaßnahme.
Aufgabe 8: (2 Punkte)
Was ist der Unterschied zwischen nominalem und realem Bruttoinlandsprodukt?
Aufgabe 9: (4 Punkte)
Erläutern Sie das Konzept der sozialen Marktwirtschaft.
a) Welche Rolle spielt der Staat?
b) Was bedeutet das Subsidiaritätsprinzip?
Aufgabe 10: (2 Punkte)
Beschreiben Sie das Instrumentarium der Geldpolitik der EZB.
Musterlösung
Aufgabe 1: (4 Punkte)
a) Preisniveaustabilität bedeutet, dass das allgemeine Preisniveau über einen längeren Zeitraum hinweg stabil bleibt, was meist durch eine Inflationsrate von knapp unter 2% gemessen wird.
b) Ein Zielkonflikt besteht darin, dass eine expansive Geldpolitik zur Senkung der Arbeitslosigkeit (Vollbeschäftigung) die Nachfrage erhöht, was bei begrenztem Angebot zu steigenden Preisen (Inflation) führen kann.
Aufgabe 2: (2 Punkte)
Preise haben drei Hauptfunktionen: 1. Signalfunktion (Information über Knappheit), 2. Lenkungsfunktion (Allokation von Ressourcen in produktive Bereiche), 3. Ausgleichsfunktion (Angebot und Nachfrage treffen sich im Gleichgewicht).
Aufgabe 3: (4 Punkte)
a) Die Angebotsseite (Unternehmen) argumentiert oft, dass höhere Lohnkosten die Wettbewerbsfähigkeit senken und zu Entlassungen oder Investitionsstopps führen.
b) Die Nachfrageseite (Arbeitnehmer) betont, dass höhere Löhne die Kaufkraft stärken, den Binnenkonsum ankurbeln und somit das Wirtschaftswachstum fördern können.
Aufgabe 4: (1 Punkte)
Marktversagen tritt auf, wenn der Marktmechanismus nicht in der Lage ist, Ressourcen effizient zuzuteilen. Formen sind: Öffentliche Güter, externe Effekte, natürliche Monopole und asymmetrische Informationen.
Aufgabe 5: (4 Punkte)
a) Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Erbschaftsteuer, Vermögensteuer.
b) Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer), Mineralölsteuer, Tabaksteuer, Branntweinsteuer.
Aufgabe 6: (2 Punkte)
Der Multiplikatoreffekt besagt, dass eine staatliche Investition (z.B. Bau einer Brücke) ein Vielfaches an gesamtwirtschaftlichem Einkommen generiert, da die Ausgaben des Staates zu Einnahmen bei Unternehmen und Haushalten führen, die diese wiederum konsumieren.
Aufgabe 7: (6 Punkte)
a) Vorteile: Zugang zu neuen Märkten, günstigere Preise für Konsumenten durch Spezialisierung, Technologietransfer.
b) Nachteile: Abhängigkeit von Lieferketten, Druck auf Löhne in Industrieländern, Umweltbelastung.
c) Gegenmaßnahmen: Internationale Abkommen (z.B. Klimaschutz), Mindeststandards bei Arbeitsrechten, Handelsbarrieren bei unfairen Praktiken.
Aufgabe 8: (2 Punkte)
Das nominale BIP bewertet die Güter und Dienstleistungen zu den aktuellen Marktpreisen der jeweiligen Periode. Das reale BIP bewertet diese zu Preisen eines Basisjahres, um den Effekt von Preisveränderungen (Inflation) zu eliminieren.
Aufgabe 9: (4 Punkte)
a) Der Staat sorgt für den Ordnungsrahmen (Wettbewerbsschutz) und greift korrigierend ein, um soziale Härten abzufedern.
b) Das Subsidiaritätsprinzip besagt, dass staatliche Hilfe erst dann eingreifen soll, wenn die Selbsthilfekräfte des Einzelnen oder kleinerer Gemeinschaften (Familie, Kommune) nicht ausreichen.
Aufgabe 10: (2 Punkte)
Die EZB nutzt hauptsächlich: 1. Offenmarktgeschäfte (Kauf/Verkauf von Wertpapieren), 2. Ständige Fazilitäten (Einlagen- und Spitzenrefinanzierungsfazilität), 3. Mindestreserveanforderungen an Geschäftsbanken.
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