Plattentektonik einfach erklärt - Erklärung für Erdkunde (Klasse 7)
Begleitmaterial
Was ist Plattentektonik?
Die Erdkruste, also die feste Oberfläche, auf der wir stehen, ist kein zusammenhängendes Stück. Sie besteht aus riesigen, festen Gesteinsplatten, die man Lithosphärenplatten nennt. Man kann sich diese Platten wie die Teile eines gigantischen Puzzles vorstellen, die auf dem heißen, zähflüssigen Erdinneren schwimmen.
Da es im Inneren der Erde sehr heiß ist, entstehen dort Strömungen im Gestein. Diese Strömungen bewegen die Platten ganz langsam – etwa so schnell, wie deine Fingernägel wachsen. Weil sich diese Platten ständig bewegen, stoßen sie zusammen, driften auseinander oder gleiten aneinander vorbei. Genau diese Bewegungen nennen wir Plattentektonik.
Warum bewegen sich die Platten?
Die Hitze im Erdkern sorgt dafür, dass das Gestein im Erdmantel wie eine Suppe in einem Topf in Bewegung gerät. Wenn du eine Suppe erhitzt, steigt die heiße Flüssigkeit nach oben, kühlt ab und sinkt an den Seiten wieder nach unten. Diesen Vorgang nennt man Konvektionsstrom. Da unsere Erdkrustenplatten auf diesem „Gesteins-Suppen-Strom“ liegen, werden sie wie auf einem Förderband mitgezogen.
Ein Beispiel aus der Natur
Stell dir zwei riesige, dicke Styroporplatten vor, die auf einem See schwimmen. Wenn du die Platten nun gegeneinander schiebst, passiert Folgendes:
- Zusammenstoß: Wenn zwei Platten frontal aufeinanderprallen, faltet sich das Gestein an den Rändern nach oben. So entstehen Hochgebirge wie die Alpen oder der Himalaya.
- Auseinanderdriften: Wenn sich zwei Platten voneinander entfernen, reißt die Erdkruste auf. Aus dem Spalt kommt heißes Magma aus dem Erdinneren nach oben, kühlt ab und bildet neuen Boden. Das passiert zum Beispiel mitten im Atlantischen Ozean.
- Aneinandervorbeigleiten: Wenn zwei Platten seitlich aneinander vorbeischrammen, verhaken sie sich oft. Wenn sie sich dann ruckartig lösen, bebt die Erde. Das ist der Grund für Erdbeben, wie sie häufig in Kalifornien vorkommen.
Zusammenfassung in Zahlen
Die Geschwindigkeit der Plattenbewegung lässt sich mit einer einfachen Formel beschreiben:
$$v = \frac{s}{t}$$
Dabei ist $v$ die Geschwindigkeit der Platte, $s$ die zurückgelegte Strecke und $t$ die dafür benötigte Zeit. Da $v$ meistens nur etwa $2 \text{ cm}$ bis $10 \text{ cm}$ pro Jahr beträgt, spüren wir die Bewegung im Alltag nicht, aber über Millionen von Jahren verändert sie das Gesicht unseres gesamten Planeten.
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Schüler lernen hier, dass die Erdoberfläche aus großen Platten besteht, die auf heißem, flüssigem Gestein schwimmen und sich sehr langsam bewegen. Durch das Zusammenschieben, Auseinanderdriften oder seitliche Gleiten dieser Platten entstehen wichtige Naturphänomene wie Gebirge, Erdbeben oder neue Erdkruste. Außerdem verstehen sie, wie diese Bewegungen durch Strömungen im Erdinneren angetrieben werden.
Die Erklärung entspricht dem klassenüblichen Niveau und eignet sich für den Einsatz im Unterricht. Du kannst du dir passenden Übungen dazu generieren lassen oder es als PDF oder auf Papier ausdrucken.
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