Klimawandel Ursachen und Folgen - Erklärung für Erdkunde (Klasse 8)
Begleitmaterial
Was ist der Klimawandel?
Der Klimawandel beschreibt die langfristige Veränderung der Durchschnittstemperaturen auf der Erde. Während sich das Klima früher über Millionen von Jahren ganz natürlich gewandelt hat, passiert das heute in einem extrem schnellen Tempo, weil wir Menschen aktiv in das System eingreifen.
Die Ursachen: Der Treibhauseffekt
Stell dir die Erde wie ein Gewächshaus vor. Die Atmosphäre wirkt dabei wie eine Glasscheibe: Sie lässt Sonnenlicht hinein, hält aber die Wärme fest. Das ist eigentlich gut, denn ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt wäre es auf der Erde im Schnitt $-18\,^\circ\text{C}$ kalt.
Das Problem ist der menschgemachte Treibhauseffekt:
- Verbrennung fossiler Brennstoffe: Wenn wir Kohle, Öl oder Gas verbrennen, um Strom zu erzeugen oder Autos zu fahren, entsteht das Gas Kohlendioxid ($CO_2$).
- Landwirtschaft und Abholzung: Durch die Abholzung von Wäldern (die $CO_2$ speichern) und die Massentierhaltung gelangen weitere Gase wie Methan ($CH_4$) in die Luft.
- Die Folge: Diese Gase sammeln sich in der Atmosphäre an und wirken wie eine immer dickere Isolierschicht. Die Wärme kann nicht mehr ins Weltall entweichen, und die Erde heizt sich auf.
Die Folgen: Was passiert mit unserem Planeten?
Wenn die Durchschnittstemperatur steigt, gerät das gesamte Klimasystem aus dem Gleichgewicht:
- Schmelzende Eismassen: Gletscher und die Pole schmelzen. Dadurch steigt der Meeresspiegel an, was Küstenregionen und Inseln bedroht.
- Extremwetter: Es kommt häufiger zu Hitzewellen, Dürren, aber auch zu heftigen Stürmen und Überschwemmungen.
- Verschiebung von Lebensräumen: Viele Tiere und Pflanzen können sich nicht schnell genug an die neuen Temperaturen anpassen und sterben aus.
- Landwirtschaft: In manchen Regionen wird es so trocken, dass dort keine Nahrung mehr angebaut werden kann.
Ein Beispiel zur Veranschaulichung
Stell dir vor, du liegst nachts in deinem Bett. Dein Körper ist die Erde und deine Bettdecke ist die Atmosphäre. Wenn du eine normale Decke hast, fühlst du dich wohl – das ist der natürliche Treibhauseffekt.
Jetzt stell dir vor, jemand legt dir nacheinander fünf weitere, dicke Winterdecken obendrauf. Du kannst die Körperwärme nicht mehr abgeben, dir wird extrem heiß, du fängst an zu schwitzen und fühlst dich unwohl. Genau das passiert gerade mit der Erde: Wir „decken“ sie mit immer mehr $CO_2$ zu, sodass die Wärme nicht mehr entweichen kann. Die „Temperatur“ des Planeten steigt, was zu den oben genannten Problemen führt.
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Schüler lernen, dass der Klimawandel eine schnelle Erwärmung der Erde ist, die durch von Menschen verursachte Gase wie Kohlendioxid und Methan entsteht. Diese Gase sorgen dafür, dass die Wärme von der Erde nicht mehr richtig entweichen kann, ähnlich wie mehrere Decken, die es unter der Bettdecke zu warm machen. Dadurch verändern sich das Wetter, die Lebensräume und auch unser Alltag spürbar.
Die Erklärung entspricht dem klassenüblichen Niveau und eignet sich für den Einsatz im Unterricht. Du kannst du dir passenden Übungen dazu generieren lassen oder es als PDF oder auf Papier ausdrucken.
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